Los Angeles, Kalifornien, 25. Juni 2026 – Als preisgekrönter, gefragter Scoring Mixer und Recording Engineer kann Alan Meyerson bei seinen Aufnahmen in der Regel jedes Mikrofon einsetzen, das ihm gefällt: aus dem Bestand des Studios oder von einem lokalen Verleih. Er hat jedoch nach über 300 Film- und TV-Projekten eine eigene Sammlung mit mehr als 100 Mikrofonen zusammengestellt. Darin bleibt eine Marke konstant: SCHOEPS. „Sie gehören zu meinem täglichen Setup und sind bei jeder Session dabei", sagt er.
Sein erstes SCHOEPS hat Meyerson vor rund 25 Jahren gekauft. „Vier MK 4-Kapseln und zwei MK 21-Kapseln, mit CMC 5-Verstärkern", erinnert er sich. Die Kondensatormikrofone der SCHOEPS Colette-Serie bestehen jeweils aus einer Kapsel auf einem Mikrofonverstärker. Seither hat Meyerson seine SCHOEPS-Sammlung erweitert und MK 2S-Kugelkapseln ergänzt. „Eine Zeit lang hatte ich einige MK 2, letztlich habe ich sie aber gegen die 2S getauscht", berichtet er.
Später kamen ein SCHOEPS Grenzflächenmikrofon und zwei V4 dazu. „Die V4 nutze ich an Harfe und Klavier", erzählt er. „Eine Vocal-Aufnahme habe ich damit bisher noch nicht gemacht, aber bei jeder Orchester-Session sind sie dabei."

Drei MK 2S im Decca Tree
Meyerson ist vor allem für seine Arbeit als Recording Engineer und Scoring Mixer für namhafte Komponisten wie Hans Zimmer, James Newton Howard, John Powell, Harry Gregson-Williams und Kris Bowers bekannt. Zu den jüngeren Highlights seiner mehr als 300 Film- und TV-Credits, die er sich über drei Jahrzehnte verdient hat, zählen Dune: Part One, Dune: Part Two, Gladiator II, Dunkirk und Der wilde Roboter. Hinzu kommen Albumproduktionen für Pharrell Williams, Bryan Ferry, New Order, Etta James und OMD. Er wurde bisher mit vier Cinema Audio Society Awards und zwei Grammy Awards ausgezeichnet.
Die MK 2S-Kugelkapseln von SCHOEPS spielen ihre Stärken besonders in Stereo Mikrofon-Arrays aus. Für seine Orchester-Aufnahmen nutzt Meyerson sie inzwischen bevorzugt als Decca Tree auch gegenüber den traditionellen Neumann M 50-Mikrofonen. „Ich nutze die MK 2S mit einer 40-Millimeter-Kugel als LCR in meinem Decca Tree", bestätigt er. Das SCHOEPS KA 40, eine aufsteckbare Kugel für Kugelkapseln, wirkt als akustischer Filter und erzielt einen ähnlichen Effekt wie die frequenzabhängige Richtcharakteristik des M 50.
Zur Begründung seiner Vorliebe sagt er: „Die MK 2S klingt etwas wärmer und sauberer. Bei einigen Klangquellen war mir der Höhenbereich sonst eine Spur zu schrill. Die MK 2S sind wunderbar, deshalb nutze ich sie inzwischen ständig."
Er fährt fort: „Ich habe millionenfach Neumann M 50 verwendet, vor allem in den Abbey Road Studios, und ich verstehe, warum sie so beliebt sind. Aber es gibt etwas, das sie bei lautem Orchester nicht liefern. Genau da, finde ich, glänzen die SCHOEPS Mikrofone wirklich. Bei hohem Pegel halten sie Stand."
Den Wechsel zum SCHOEPS MK 2S verdankt Meyerson dem renommierten Klassik-Tonmeister Richard King, der ausgiebig mit Yo-Yo Ma gearbeitet hat. „Er war bei einem Panel dabei und hat über seine Probleme mit den M 50 gesprochen. Ich bin danach zu ihm gegangen und habe gefragt: ‚Was ist deine Lösung?' Und er sagte: ‚Nimm doch drei MK 2S mit der 40-Millimeter-Kugel.' Genau das habe ich getan, und ich liebe es."
Wärme und Klarheit in jedem Anwendungsfall
Über seine SCHOEPS sagt Meyerson: „Was ich an ihnen anders finde als an vielen weiteren Kleinmembran-Kondensatoren, ist die Wärme im Mittenbereich und die Klarheit des Klangs. Wenn ich ein MK 2S beispielsweise an eine Bratsche stelle, höre ich den Bratschenton stärker als das Bogengeräusch auf der Saite. Das liebe ich. Genauso gut klingt es an der Akustikgitarre." Auch wenn seine Arbeit in den letzten Jahren überwiegend aus groß angelegten Orchester-Aufnahmen und -Mischungen besteht, setzt Meyerson seine SCHOEPS Mikrofone auch in anderen Sessions ein, etwa am Schlagzeug und an weiteren Perkussionsinstrumenten. „Manchmal nutze ich sie als Overheads, manchmal als Raummikrofone", erzählt er. „Ich liebe ihren Sound einfach."
Mikrofone sind für Meyerson eine Leidenschaft. „Ich bin ein bisschen Mikro-fanatisch. Wenn ich eins sehe, das mir gefällt, kaufe ich es", sagt er – so wie die Vintage-Sammlung, die er kürzlich aus einem aufgelösten Studio übernommen hat. Manchmal verschwinden Mikrofone oder werden gestohlen, dann muss er sie ersetzen. „Wenn du so viel Equipment hast und von Studio zu Studio ziehst, verlierst du schon mal den Überblick", gibt er zu.
Eine eigene Mikrofonsammlung sei aber sehr praktisch, und Mikros behalten ihren Wert, sagt er. „Wenn ich an einem großen Filmprojekt arbeite und ein bis zwei Wochen im Studio bin, bringe ich alles mit: meine Mikrofone, meine Mikrofonverstärker, meine Lautsprecher. Neulich bei einer Chor-Session habe ich dagegen einfach alles Notwendige hinten ins Auto geladen. Das hat mir den Aufwand für die Miete erspart und meinem Kunden die Transportkosten. Deshalb lohnt sich die Investition für mich."

