Gründung 1948...

Die Firma „Schall­technik Dr.-Ing. SCHOEPS“ wurde im Juni 1948 gegründet.

Grün­dungsort und heute immer noch Firmensitz ist Durlach, ein pittoresker Ort, der als Stadt 1196 gegründet wurde und heute Teil der Stadt Karlsruhe ist.

Fir­men­gründer war Dr.-Ing. Karl Schoeps, der Vater des heutigen Inhabers Ulrich Schoeps. Schoeps’ erster Mit­ar­beiter war Dr.-Ing. Wilhelm Küsters; beide waren Absol­venten des Stu­di­en­gangs Nach­rich­ten­technik an der TH Karlsruhe.

Dr. Karl Schoeps, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Firma
Dr. Wilhelm Küsters, der erste Angestellte - ein bemerkenswerter Techniker

… Die ersten Produkte

Die Firma Schoeps befasste sich anfänglich all­gemein mit Schall­auf­nahme– und Beschal­lungs­technik - deshalb der Name “Schalltechnik”. Als der Tonfilm nach dem Krieg seine erste Blü­tezeit erlebte, wurden im Hause SCHOEPS Berech­nungen für Kino-​Beschallungsanlagen durch­ge­führt. Darüber hinaus beschäf­tigte man sich mit dem Bau von Ton­band­ge­räten, die in kleiner Stückzahl gefertigt wurden.

Doch schon im Grün­dungsjahr der Firma wurde auch das erste SCHOEPS-​Kondensatormikrofon gebaut, das CMV 50/​2, mit zwei der legen­dären Röhren RV 12 P 2000. Kapsel und Mikro­fon­körper waren hier noch starr mit­ein­ander ver­bunden. Abmes­sungen: für heutige Ver­hält­nisse unvor­stellbare 320 mm Länge bei 80 mm Durchmesser.

In den ersten zwanzig Jahren der Fir­men­ge­schichte hatte SCHOEPS prak­tisch kein eigenes Ver­triebsnetz. Dennoch wurde der Kun­den­kreis ständig größer. Dank der Freund­schaft von Karl Schoeps zu einem französischen Han­dels­ver­treter, der über beste Kontakte zum Rundfunk verfügte, konnte dort schon in den 50ern eine bis heute erhaltene, beacht­liche Markt­po­sition erreicht werden. Weit mehr als die Hälfte der Fer­tigung wurde damals nach Frank­reich exportiert.

Während Küsters vor­nehmlich für die Technik und die Fer­tigung ver­ant­wortlich war, leitete Karl Schoeps die Firma und vertrat sie auch nach außen. 1970 trat Jörg Wuttke in die Firma ein.

 

 

Jörg Wuttke, bis Anfang 2007 Technischer Direktor

Er war Schüler und Assistent des Erfinders des Interferenzrohr-​Richtmikrofons, Prof. Kurtze, der in Karlsruhe lehrte. Als Ende 1971 der damalige technische Direktor Wilhelm Küsters starb, übernahm Wuttke seine Position. 1973 war er wesentlich an der Entwicklung der bekannten Colette-​Serie beteiligt, die also seit mehr als 45 Jahren auf dem Markt ist und das umfang­reichste und viel­sei­tigste Mikro­fon­system darstellt.

… Firmensitz und GmbH

Ulrich Schoeps

1978 wurde die GmbH gegründet und 1980 trat Ulrich Schoeps, der Sohn des Gründers, in die Firma seines Vaters ein. Mit­ar­beiter und Kunden nahmen dies in einer Zeit der Fir­men­über­nahmen als ein hoff­nungs­volles Zeichen dafür, dass die Firma SCHOEPS auch in Zukunft als Fami­li­en­un­ter­nehmen wei­ter­be­stehen würde, was auch tatsächlich bis heute der Fall ist. 1986 wurde Ulrich Schoeps neben seinem Vater Geschäftsführer.

Ende 1993 starb Dr. Karl Schoeps, der bis zuletzt täglich die Firma besuchte. Sein Sohn führte die Firma alleinverantwortlich weiter. Hierbei wurde er von J. Wuttke unterstützt, der so 1997 zum zweiten Gesellschafter der GmbH avancierte.

 

Die Gründung der Firma und die anfäng­liche Fer­tigung hatte noch in privaten Räumen statt­ge­funden, jedoch erfolgte recht bald der Umzug in das zunächst gemie­tete Gebäude einer ehemaligen Durlacher Brauerei, das 1965 zusammen mit dem Nach­barhaus erworben wurde. Hiermit ver­dop­pelte sich die zur Ver­fügung stehende Fläche. Ebenso wie ein Gewöl­be­keller gehen die Grund­mauern der Gebäude in vielen Teilen auf das Jahr 1662 zurück, womit sie zu den ältesten noch erhal­tenen in Durlach zählen. Über die Jahre waren die Fir­men­räum­lich­keiten zu eng geworden. Deshalb wurde ein auf dem Anwesen befind­licher ehe­ma­liger Tanzsaal zur Fer­ti­gungs­halle für mecha­nische Teile umgebaut und 1990 bezogen.

… das neue Team

Nach fast 37-​jähriger Tätigkeit bei SCHOEPS erreichte im Februar 2007 Jörg Wuttke das Pen­si­ons­alter. Als Gesell­schafter bleibt er dem Unter­nehmen jedoch wei­terhin ver­bunden. Wuttke wurde durch seine Präsenz bei zahl­reichen inter­na­tio­nalen Kon­gressen zum Inbe­griff des Mikro­fon­fach­manns und erfreute sich gerade bei Ton­meistern großer Beliebtheit, da er es glänzend verstand, phy­si­ka­lische Grund­lagen anschaulich und pra­xisnah darzustellen.

 

 

Ulrich Schoeps (Mitte) und die beiden Geschäftsführer Dr. Helmut Wittek und Karin Fléing

Sein Nachfolger als technischer Leiter wurde Dr. Helmut Wittek, ein gelernter Toningenieur, der zuvor schon in einigen Forschungsprojekten Kontakt mit der Firma hatte. Er setzt sich mit seinen zahlreichen technischen Vorträgen in der Öffentlichkeit die Tradition seines Vorgängers fort. Wittek trat im März 2009 auch in die Geschäfts­führung ein.

Nach über 28 Jahren als Geschäfts­führer zog sich Ulrich Schoeps im Januar 2015 aus der Geschäfts­leitung zurück. Er blickt auf ein Lebenswerk zurück, das die Ent­wicklung des Hand­werk­be­triebs zu einem der ange­se­hensten Her­steller hoch­wer­tiger Stu­dio­mi­krofone der Welt umfasst. Unter seiner Führung wurde Schoeps zum Standard auf der Konzertbühne.

Neben Wittek wurde daraufhin auch Karin Fléing zur Geschäfts­füh­rerin berufen. Fléing ist Diplom-​Medienberaterin und seit 2007 bei Schoeps. Sie fun­gierte davor als Director Sales & Marketing. Das Führungspaar geht die neuen Herausforderungen mit einem Team aus jungen Mitarbeitern an, das hochmotiviert und stolz auf ihre Firma mit ihren einzigartigen Möglichkeiten und Eigenschaften ist.

Die Firma bleibt mit Ulrich Schoeps als Mehr­heits­ge­sell­schafter der GmbH wei­terhin im privaten Fami­li­en­besitz.

… die Produktion heute

Heute ent­wi­ckeln, fertigen und ver­treiben ca. 50 Mit­ar­beiter auf einer Fläche von ca. 1.500 qm die gesamte Produktpalette. Die größten Märkte heute sind USA, China, England, aber auch immer noch Frankreich. Schoeps hat ca. 40 Vertriebe weltweit. Das Colette System wird weiterhin gepflegt und erweitert, allerdings kamen auch neue Mikrofontypen (Richtrohr, Studiomikrofon) und neue Anwendungsgebiete hinzu. Früher war Schoeps nur im Orchestergraben zu finden, heute spielen auch der Filmton, der Sport und der Konferenzmarkt eine große Rolle.